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Die fast perfekten Neujahrsvorsätze im Januar

von Doris Stahl

Für 2010 hatte ich das Motto ‘Gut ist gut genug’ gewählt und dieser Satz hat mein Arbeitsleben vollkommen auf den Kopf gestellt. Zum Besseren! Ich bin super produktiv geworden, ohne mich zu sehr mit dem Gedanken zu stressen, ob ich es noch besser machen könnte.

2011 wollte ich dieses Motto noch um einen Schritt erweitern. Denn ‘Gut ist gut genug’ half mir zwar produktiver in meiner Arbeit zu werden, hat aber zum Beispiel nicht bei besserer Ernährung und mehr Sport treiben geholfen.

Also habe ich mich für ‘fast perfekte Neujahrsvorsätze’ entschlossen.

Alle engagierten Perfektionisten wissen, wenn ein Projekt /eine Idee /ein Wunsch auch nur einmal auf unperfekte Realität stößt, ist der Glanz ab. Sobald die Perfektionistin fühlt, dass sie auch nur einmal versagt hat, will sie sich von dem Projekt distanzieren. Da wird die neue Diät aufgegeben, der Anfang des Buches verstaubt in der Schublade……… denn nur perfekt ist akzeptabel, dann lieber gar nicht!

Daher haben mich meine Resultate im Januar überrascht! Nicht weil sie sonderlich gut waren, sondern weil ich mich mit dem 75% Konzept so wohl fühle. Der ’100% perfekt sein müssen’- Druck ist weg. Eins meiner Ziele ist zum Beispiel, die beigen Kohlehydrate in meiner Diät stark zu reduzieren. Die ersten paar Tage im neuen Jahr gingen natürlich sehr gut, perfekt sozusagen! Dann fing es an und es schlichen sich eine Reihe von Tagen mit Brot und Nudeln ein. Normalerweise ein guter Grund mir selbst hart zuzusetzen, aber dieses Mal hatte ich ja diese Tage eingebaut und es gab keinen Grund dazu. Sehr angenehm, sich nicht selbst zu stressen. Aber dann kam es ganz von alleine, ohne bewusst darüber nachzudenken eliminierte ich die Kohlehydrate in den letzten 10 Tagen des Monats. Mein Resultat für Januar ist, dass ich an 75% der Tage keine beigen Kohlehydrate zu mir genommen habe. UND ich habe das neue Buch von Timothy Ferriss gelesen: 4-Hour Body (im Moment nur in Englisch erhältlich), das mich wirklich inspiriert hat, auf diesem Weg weiterzumachen und mehr zu experimentieren. Fühlt sich wie ein 100% Monat an, obwohl ich nicht perfekt war.

Andere Ziele haben eine dicke, fette 0% für Januar und auch damit kann ich leben. Eins ist zum Beispiel unser Garten und der kann bis März warten. Oder am Buch schreiben war im Januar bei 10%, auch ok, weil es erst später im Jahr Priorität haben wird. Das ist auch eine neue Erfahrung für mich. Normalerweise will ich meine guten Ideen SOFORT umsetzen und scheitere oft, weil einfach zu viel zu tun ist.

Das Fazit für den Januar: Alle Ziele glänzen für mich noch, der Lack ist von keinem ab und ich bin genauso begeistert und angeregt von ihnen, wie am 01.01.2011.

Das erhöht die Zielerreichungsquote für eine genesende Perfektionistin wie mich enorm!

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